Wer den Film „Wall Street“ gesehen hat, der weiß in groben Zügen, wie ein Börsenhändler oder Broker arbeitet. Aber wie so oft, zwischen Film und Realität gibt es einige Unterschiede, der Beruf eines Börsenhändlers ist zwar spannend, aber bei Weitem nicht so aufregend wie im Film. Welche Aufgaben hat ein Börsenhändler und wie viel kann man in diesem Beruf verdienen? Muss man eine Ausbildung machen und was unterscheidet einen Broker von einem Wertpapierhändler?

Was macht ein Börsenhändler?

Das Wort Broker bedeutet übersetzt Makler und gemeint ist damit ein Wertpapier- oder Börsenhändler. Die Aufgaben eines Börsenhändlers bestehen darin, für Banken, Unternehmen oder auch für Privatpersonen Geschäfte mit Aktien und anderen Wertpapieren zu tätigen. Der Broker kauft und verkauft für seine Kunden an der Börse Wertpapiere, aber er erstellt auch Analysen und verfasst Berichte über Unternehmen und Branchen, die an der Börse sind. Der Beruf eines Wertpapierhändlers basiert immer auf Vertrauen, denn auf seine Empfehlungen hin investieren die Kunden mitunter sehr viel Geld.

Was verdient ein Broker?

Beim Verdienst kommt es immer auf die jeweilige Branche, das Auftragsvolumen und auch auf die Kunden an. Ein Broker bei CMC Markets, der für seine Kunden im CFD Handel tätig ist, verdient anders als der Broker, der auf selbstständiger Basis tätig ist. In der Regel bekommen Wertpapierhändler eine Courtage oder eine Vermittlungsgebühr. Will ein Kunde zum Beispiel 100.000 Euro anlegen, dann sucht der Broker nach einer maßgeschneiderten Lösung. Er beobachtet die Kurse, wartet auf die richtigen Entwicklungen der Kurse und kauft oder verkauft dann die Wertpapiere. Beim Handel mit Aktien liegen die Provisionssätze zwischen ein und drei Prozent, bei einem Auftragsvolumen von 100.000 Euro würde der Broker maximal 3000 Euro für seine Arbeit bekommen. Gute Broker verdienen monatlich bis zu 7000 Euro, zuzüglich eventueller Bonuszahlungen. Ein sechsstelliges Jahreseinkommen ist für einen Broker daher keine Seltenheit.

Kein Ausbildungsberuf

Börsenhändler ist weder ein Ausbildungsberuf, noch kann man durch ein Studium zum Broker werden. Was aber sehr hilfreich sein kann, ist eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium der Betriebswirtschaft. Viele Kunden wollen mehr über den Broker wissen, der für sie tätig werden soll und es macht sich in der Vita immer gut, wenn man eine fundierte Ausbildung, zum Beispiel bei einer Bank nachweisen kann. Alle, die sich als Broker selbstständig machen wollen, müssen nach geltendem Börsenrecht eine Zulassung haben und wer als Broker auch für Kunden nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern arbeiten möchte, der sollte zudem über sehr gute Englischkenntnisse verfügen.